Renten wegen Alters vor Vollendung des 65. Lebensjahres

Renten wegen Alters, die vor dem 65. Lebensjahr in Anspruch genommen werden, werden nur geleistet, wenn die Hinzuverdienstgrenzen eingehalten werden. Die Hinzuverdienstgrenze beträgt:

  1. bei einer Vollrente wegen Alters ein siebentel der monatlichen Bezugsgröße,
  2. bei einer Rente wegen Alters als Teilrente von

a) einem Drittel der Vollrente das 70fache,
b) der Hälfte der Vollrente das 52,5fache,
c) zwei Dritteln der Vollrente das 35fache

des aktuellen Rentenwertes, vervielfältigt mit den Entgeltpunkten des letzten Kalenderjahres vor Beginn der ersten Rente wegen Alters, mindestens jedoch mit 0,5 Entgeltpunkten.



Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden nur geleistet, wenn die Hinzuverdienstgrenzen nicht überschritten werden.
Mehrere Beschäftigungen werden dabei zusammengerechnet. Dem Arbeitsentgelt steht dabei auch der Bezug von Vorruhestandsgeld gleich. Nicht als Verdienst zählen
  • Entgelt, das eine Pflegeperson vom zu Pflegenden erhält, wenn es das Pflegegeld, das nach dem Pflegeversicherungsgesetz zu zahlen wäre, entspricht
  • Entgelt, das ein Behinderter für eine Tätigkeit in einer geschützten Einrichtung erhält.
Die Hinzuverdienstgrenze beträgt
  1. bei einer Rente wegen Erwerbsunfähigkeit ein Siebentel der monatlichen Bezugsgröße,
  2. bei einer Rente wegen Berufsunfähigkeit in Höhe von
    1. a) einem Drittel der Vollrente das 70fache,
    2. b) der Hälfte der Vollrente das 52,5fache,
    3. c) zwei Dritteln der Vollrente das 35fache
des aktuellen Rentenwertes, vervielfältigt mit den Entgeltpunkten des letzten Kalenderjahres vor Beginn der ersten Rente wegen Alters, mindestens jedoch mit 0,5 Entgeltpunkten.

Beim Prüfen der Hinzuverdienstgrenze ist ein zweimaliges Überschreiten der genannten Grenzen um den jeweils errechneten Betrag der Hinzuverdienstgrenze im Laufe eines jeden Kalenderjahres unschädlich.