Zusammentreffen von Rente und anderen Leistungen


Rente und Leistungen aus der Unfallversicherung

Wenn neben dem Anspruch auf Rente aus eigener Versicherung ein Anspruch auf eine Verletztenrente oder wenn neben dem Anspruch auf Hinterbliebenenrente auch ein solcher auf eine Hinterbliebenenrente aus der Unfallversicherung besteht, wird die Rente insoweit nicht geleistet, als die Summe der Rentenbeträge vor Einkommensanrechnung den jeweiligen Grenzbetrag übersteigt. Bei der Summenbildung der Rentenbeträge bleiben unberücksichtigt

  • bei einem Rententeil der Rente der auf knappschaftliche Teile der Rentenversicherung beruht
    • der auf den Leistungszuschlag für ständige Arbeiten unter Tage entfallende Anteil und
    • 15 vom Hundert des verbleibenden knappschaftlichen Anteiles
  • bei der Verletztenrente aus der Unfallversicherung
    • der Grundfreibetrag nach dem Bundesversorgungsgesetz
    • je 16,67 vom Hundert des aktuellen Rentenwertes für jeden Prozentpunkt der Minderung der Erwerbsfähigkeit, wenn diese mindestens 60 vom Hundert beträgt und die Rente aufgrund einer entschädigungspflichtigen Silikose oder Siliko-Tuberkulose geleistet wird.

Der Grenzbetrag beträgt 70 vom Hundert eines Zwölftels des Jahresarbeitsverdienstes, der der Rente aus der Unfallrentenversicherung entspricht, vervielfältigt mit dem Rentenartfaktor der Rente aus der gesetzlichen rentenversicherung. Der Grenzbetrag ist mindestens der Monatsbetrag der Rente aus der Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten.

Diese Bestimmungen über das Zusammentreffen von Rente und Leistungen aus der Unfallversicherung werden auch angewendet, wenn

  1. die Rente aus der Unfallversicherung abgefunden wurde oder an ihre Stelle die Aufnahme in ein Alters- oder Pflegeheim getreten ist,
  2. die Rente aus der Unfallversicherung für die Dauer einer Anstaltspflege gekürzt worden ist,
  3. wenn nach dem Entwicklungshelfergesetz eine Leistung erbracht wird, die einer Rente aus der Unfallversicherung vergleichbar ist oder
  4. vom einem Träger im Ausland eine Leistung erbracht wird, die einer Rente aus der Unfallversicherung vergleichbar ist.

Die Bestimmungen über das Zusammentreffen von Rente und Leistungen aus der Unfallversicherung werden nicht angewendet, wenn die Unfallrente für einen Leistungsfall geleistet wird, der nach dem Rentenbeginn oder dem maßgebenden Leistungsfall bei Renten wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eingetreten ist. Sie werden auch nicht angewendet, wenn die Unfallrente auf eigenen Beitragsleistungen des Versicherten beruht.

Weitere hilfreiche Tipps zu Versicherungsfragen, wie beispielsweise der Reiseversicherung, finden sich im Internet.


Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und Arbeitsentgelt oder Vorruhestandsgeld

Auf eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit wird das für den selben Zeitraum bezogene Arbeitsentgelt angerechnet, wenn die Beschäftigung vor Rentenbeginn aufgenommen und solange sie danach nicht ausgeübt worden ist (in der Regel Lohnfortzahlung). Das Arbeitsentgelt wird um einmalig gezahltes Entgelt und um die gesetzlichen Abzüge gemindert.

Ebenso wird das für den selben Zeitraum geleistet Vorruhestandsgeld, das auf Grund einer vor dem Rentenbeginn ausgeübten Tätigkeit gezahlt wird, angerechnet.

Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und Arbeitslosengeld

Auf eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit wird das für den gleichen Zeitraum geleistete Arbeitslosengeld angerechnet. Eine Anrechnung erfolgt nicht, wenn das Arbeitslosengeld

  • nur vorläufig bis zur Feststellung der verminderten Erwerbsfähigkeit (wenn die Leistungsminderung mindestens 50 von Hundert beträgt) oder
  • aufgrund einer Anwartschaft, die insgesamt nach Beginn der Rente wegen Berufsunfähigkeit erfüllt worden ist


geleistet wird.


Witwenrente und Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten

Auf eine Witwenrente oder Witwerrente nach dem vorletzten Ehegatten werden für den selben Zeitraum bestehende Ansprüche nach dem letzten Ehegatten angerechnet. Die Anrechnung erfolgt mit dem Bruttobetrag vor Anwendung von Vorschriften über das Zusammentreffen von Renten und Einkommen.