Wohnen im Alter

Rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung ist heutzutage zwischen 60 und 90 Jahren alt. Das ist eine ganze Menge und aufgrund der relativ niedrigen Geburtenzahlen in Deutschland sieht es ganz danach aus, dass der Anteil der Senioren hierzulande in den kommenden Jahren stets zunehmen wird.

Man ist nur so alt, wie man sich fühlt

Für immer jung? Das würde doch auch irgendwann langweilig! Das Älterwerden ist unaufhaltsam und das wohl normalste der Welt. Auch, wenn man vielleicht bei einigen Tätigkeiten Hilfe braucht, die man vor einiger Zeit noch allein bewältigt hat, so sollte doch das Alter nicht wie eine Belastung, sondern viel mehr wie eine Bereicherung empfunden werden.  Die Zeiten, in denen Senioren in lieblose Altersheime verfrachtet wurden, um dort bei koffeinfreien Kaffee und pappigen Keksen ihren Lebensabend zu verbringen, sind längst vorüber! Heutzutage liegt es im Interesse aller, die Selbstständigkeit älterer Menschen so lange wie möglich aufrechtzuerhalten und zu fördern!

Ein Wandel für Jung und Alt

Neben klassischen Altersheimen gibt es mittlerweile viele neue Unterbringungsmöglichkeiten für Senioren, angefangen mit altersgerechten Wohnungen, betreutem Wohnen zuhause, über Haus- und Siedlungsgemeinschaften, bis hin zu selbstorganisierten oder betreuten Wohngemeinschaften. Übrigens profitieren nicht nur ältere Menschen von diesem Wandel: Der Berufszweig der Alterspflege boomt und bietet vor allem jungen Leuten viele Jobs und neue Karrieremöglichkeiten!

Die betreute Eigenständigkeit

Bei der Auswahl einer geeigneten Unterbringungsform sollten sich Senioren, am besten gemeinsam mit ihrer Familie, genau überlegen, wobei sie sich Hilfe und Unterstützung wünschen und was sie gerne lieber noch alleine übernehmen wollen. Das betreute Wohnen zum Beispiel bietet Senioren die Möglichkeit einen eigenständigen Haushalt zu führen und dennoch jederzeit Verpflegung und Betreuung in Anspruch nehmen zu können. Wer sich für diese Option entschieden hat, benötigt zunächst einmal eine geeignete Wohnung.

Checkliste: Seniorenwohnung

Allgemein sollte eine altengerechte Wohnung neben den individuellen Bedürfnissen folgende Aspekte erfüllen:

Barrierefreier Zugang zum Haus und zur Wohnung (Wohnung im Erdgeschoss, Abstand zwischen den Wänden min. 120 cm, Fahrstühle etc.)?

Größe, Lage und Umfeld der Wohnung ansprechend für den Senioren?

Erreichbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel innerhalb von 500 Metern?

Geräumiges Bad mit niedrigem Duschkabineneinstieg?

Balkon oder Garten vorhanden bzw. Grünanlage oder Park mit Bänken in unmittelbarer Nähe?

Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen, Apotheken, Bank, Restaurants, Cafés in der Nähe oder leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen?

Egal ob jung oder alt – in den eigenen vier Wänden muss man sich natürlich wohlfühlen. Daher sollte die zukünftige Wohnung nicht nur nach den obigen Aspekten, sondern natürlich auch nach dem Gefallen ausgewählt werden. Oft lohnt es sich auch einfach abzuwarten, bis die Wohlfühl-Wohnung gefunden ist.

Für diejenigen, die noch gar nicht so recht wissen, welche Wohnform sie für ihre Zukunft bevorzugen, gibt es zum Beispiel Pflege- und Wohnberatungsstellen (seniorplace.de). Mit deren Hilfe können sich Senioren oder deren Angehörige informieren und beraten lassen. Mithilfe von  Immobilienportalen im Internet kann außerdem gezielt nach altengerechten Wohnungen gesucht werden. Viele Seniorenwohnungen gibt es auch auf Immonet.de.