Gesetzliche Krankenkasse

Regelungen in gesetzlicher Krankenversicherung für Renter

Rentner, die eine gesetzliche Rente erhalten, sind genau wie jeder Arbeitnehmer Pflichtmitglied der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Krankenversicherung für Rentner ist in jeder gesetzlichen Krankenkasse eingegliedert.
Dennoch sind einige wichtige Regelungen zu beachten.

Nicht jeder Rentner ist automatisch Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung für Rentner.
Um automatisch in den Genuss der Mitgliedschaft zu gelangen ist Vorbedingung, dass der Rentner in der zweiten Hälfte seiner Erwerbszeit zu mindestens 90% pflichtversichert in einer der gesetzlichen Krankenkassen war.
Ist das nicht der Fall, kann er sich bei der gesetzlichen KK freiwillig versichern. Jedoch ist auch dies an eine Bedingung geknüpft. In den letzten 5 Jahren muss man insgesamt 24 Monate lang pflichtversichert gewesen sein. Besteht aktuell eine Versicherungspflicht, so kann diese ebenfalls berücksichtigt werden, auch wenn sie nicht länger als 12 Monate besteht.
Nach Ablauf der Versicherungspflicht hat man 3 Monate Zeit um in die freiwillige Versicherung zu wechseln.

Die Höhe der Versicherungsbeiträge richtet sich nach den Beitragsätzen der KK. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt 2009 bei 3.675,00 Euro monatlich. Der Rententräger und der Rentner teilen sich den Versicherungsbeitrag. Der Anteil des Rentners wird von der Rente einbehalten und vom Rententräger an die Krankenkasse überwiesen.
Freiwillig versicherte Rentner müssen den vollen Beitrag abführen. Aber auch sie haben Anspruch auf Zuzahlung durch den Rententräger. Diese wird nur nach Antrag gezahlt.

Selbstständige haben nach wie vor keinen Anspruch auf Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung für Rentner. Wenn sie über mehrere Jahre bei einer privaten KK versichert waren, so wird dieser Kasse weiterhin der Vorrang gegeben.

Auf Antrag dürfen sich Rentner, die normalerweise pflichtversichert wären, von dieser Pflicht befreien lassen. Wer zum Beispiel in einer privaten Krankenkasse versichert und beihilfeberechtigt ist, kann sich auf Antrag frei stellen lassen. Der Antrag muss innerhalb von 3 Monaten der Krankenkasse vorgelegt werden. Haken an der Sache. Ein Wechsel zurück in die gesetzliche KK ist dann nicht mehr möglich.