Witwen-/Witwerrente


Witwen und Witwer haben nach dem Tod ihres versicherten Ehegatten Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente, wenn sie nicht wieder geheiratet haben und der Verstorbene die allgemeine Wartezeit erfüllt hat. Nach einer Wiederheirat besteht der Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente nach dem vorletzten Ehegatten, wenn die erneute Ehe aufgelöst oder für nichtig erklärt wird. Ist der Versicherte vor dem 1. Januar 1986 verstorben oder wurde durch die Ehegatten bis zum 31. Dezember 1988 eine wirksame Erklärung über die weitere Anwendung des bis zum 31. Dezember 1985 geltenden Hinterbliebenenrentenrech-tes abgegeben, besteht der Anspruch nur dann, wenn der Verstorbene den überwie-genden Unterhalt der Familie im letzten wirtschaftlichen Dauerzustand vor seinem Tode bestritten hat.

Für die ersten 3 Kalendermonate, die dem Todestag des Versicherten folgen, wird eine Witwen oder Witwerrente in der Höhe geleistet, die einer Erwerbsunfähigkeitsrente oder ab dem 01. Januar 2000 einer Rente wegen voller Erwerbsminderung des Verstorbenen entsprochen hätte. Bezog der Verstorbene am Todestag eine Rente aus eigener Versicherung wird dieses sogenannte Sterbevierteljahr auf Antrag vom Postrentendienst sofort geleistet. Der Antrag auf Zahlung des Sterbevierteljahres beim Postrentendienst zählt dabei als Antrag auf Rente gegenüber dem Rentenversicherungsträger. Eine förmliche Antragstellung bei diesem bleibt davon jedoch unberührt. Die Zahlung durch den Postrentendienst wird bei der Be-rechnung der Hinterbliebenenrente durch den zuständigen Rentenversicherungsträger verrechnet.