Wohn-Riester: Staatliche Zulagen machen den Weg ins Eigenheim frei


Die Riester-Rente bietet seit einigen Jahren die Möglichkeit, mit Hilfe des Staates eine attraktive Zusatzrente aufzubauen. Das Eigenheimrentengesetz war die logische Konsequenz, die Riester-Förderung um einen wichtigen Baustein zu erweitern. Der Wohn-Riester ermöglicht Menschen, die in die eigenen vier Wände investieren wollen die Chance, Steuererleichterungen und Zulagen für selbstgenutztes Wohneigentum zu verwenden.

Zulagenberechtigung schafft Vorteile

Seit dem Jahr 2008 kann jeder rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer, Leistungsbezieher, Frührentner, Beamte und Väter und Mütter in der Elternzeit einen Anspruch auf staatliche Zulagen geltend machen. Jeder, der einen Vertrag hat, profitiert von 154 Euro jährlicher Grundzulage. Kindergeldberechtigte Kinder erhalten 185 Euro, wobei der Gesetzgeber diesen Betrag für Nachwuchs, der ab 2008 zur Welt gekommen ist auf 300 Euro aufgestockt hat. Junge Menschen bis zum Alter von 25 Jahren werden mit einem Einsteigerbonus in Höhe von 200 Euro belohnt.

Darlehenstilgung: Riester & Co sind behilflich

Wer bereits einen konventionellen Riester-Vertrag besitzt, kann sogar sein komplettes Vorsorgevermögen entnehmen, um das Eigenkapital für ein Immobiliendarlehen zu erhöhen. Die Auszahlung muss bei der Zentralen Zulagenstelle beantragt werden, sofern sie dem Erwerb für selbstgenutztes Wohneigentum dient. Sondertilgungen sind während der Erwerbstätigkeit nicht möglich, wobei zu Rentenbeginn eine Umschuldung ermöglicht wird.

Riester-Förderung: Hohe Einsparungen winken

Staatlich gefördert werden alle Immobilien, die nach dem Jahr 2007 gebaut oder erworben wurden und selber vom Förderberechtigten bewohnt werden. Nicht nur mit einer Entnahme aus einem herkömmlichen Riester-Rentenvertrag lässt sich die Finanzierung vereinfachen, sondern auch mit Riester-Darlehen, die direkt die Darlehensschuld über ein gefördertes Hypothekendarlehen zu tilgen, das wie ein normales Baudarlehen konzipiert ist, sich jedoch nur durch die Fördermöglichkeit unterscheidet. Daneben bieten Bausparkassen auch Kombikredite, die sich aus einem tilgungsfreien Darlehen und einem Bausparvertrag zusammen setzen. Mit dem Darlehensanteil wird die Bausparsumme vorfinanziert und ist das Mindestguthaben von 40 Prozent erreicht, steht dem Zulagenberechtigten das Bauspardarlehen zur Verfügung. Der Vertrag muss jedoch von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifiziert sein und auch festlegen, dass der Baukredit bis zum 68. Lebensjahr getilgt sein muss. Wer die vollen Förderbeträge nutzen will, muss als Ehepaar separate Verträge führen.

Zulagenhöhe: Was muss beachtet werden?

Wer von der maximalen Zulagenhöhe profitieren will, muss vier Prozent von seinem Vorjahresbruttoeinkommen, inklusive aller Zulagen, in den Vertrag einzahlen, wobei die Höchstsumme auf 2.100 Euro begrenzt ist und als Sonderausgabe bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden kann.