Neue Studie zur Riesterrente


Ihren zehnten Geburtstag hat die Riesterrente gerade hinter sich, doch die Feierlaune bleibt bei den Instituten und Vermittlern auf der Strecke. Betrachtet man die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ist dies nicht überraschend, denn diese kam nun zu dem Ergebnis, dass eine Riesterrente einen ähnlichen Effekt habe, wie das Anlegen in einem Sparstrumpf.
Worte, die auch der Bundesregierung so gar nicht schmecken. Förderte diese das Projekt 2011 noch mit 40 Millionen Euro Altersvorsorge für Arbeitnehmer, war im letzten Jahr immer häufiger die Rede von zu geringen Leistungen und möglichen Rückbuchungen der Riester-Zulagen.


Geschäftsführer von Union Investment will seine Anleger beruhigen und kritisiert, dass die Aussage der Studie nicht nur irreführend und falsch sei, sondern auch eine fatale Wirkung auf seine sparbereiten Kunden habe.
Doch wieso kommt es überhaupt zu solch schlechter Kritik an der Riesterrente? Als großes Problem wird von den Studienautoren der Garantiezins gesehen. Dieser sank von anfänglichen 3,25 Prozent auf 1,75 Prozent im vergangenen Jahr. Zahlen, die nicht gerade locken. Der Versicherungsverband ist der Meinung, der Fehler liege darin sich lediglich auf die Verzinsung zu konzentrieren, immerhin können niedrigere Zinssätze durch Überschüsse ausgeglichen werden.
Auch die Überschüsse, die ein Versicherer erwirtschaften kann wurden in der Studie berücksichtigt. Sollte ein Anbieter Zinsüberschüsse erwirtschaften, sprich mehr Zinsen auf Kundenkapital, als im Garantiezins vorgesehen, so gehen 90 Prozent dieser Überschüsse an den Versicherten. Entstehen Kostenüberschüsse, so stehen dem Versicherten noch 50 Prozent zu, bei Sterblichkeitsüberschüssen, sollte also ein Versicherter früher sterben als vermutet, so sind es 75 Prozent, die an die Versicherten gehen.