Erziehungsrenten

Ein Anspruch auf Erziehungsrente besteht für Versicherte, deren Ehe nach dem 30. Juni 1977 geschieden wurde und deren geschiedener Ehegatte gestorben ist, wenn sie nicht wieder geheiratet haben, ein eigenes Kind oder ein Kind des geschiedenen Ehegatten erziehen und bis zum Tod des geschiedenen Ehegatten die allgemeine Wartezeit erfüllt haben. Als Kinder werden auch Stief- und Pflegekinder, die im Haushalt aufgenommen wurden und Enkel und Geschwister, die im Haushalt aufgenommen wurden oder deren Unterhalt von ihnen überwiegend getragen wird. Die für ein im Haushalt ausgeübte Sorge für ein eigenes Kind oder ein Kind des geschiedenen Ehegatten, das sich wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung nicht selbst unterhalten kann, begründet einen Anspruch auf Erziehungsrente auch über die Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes.

Geschiedenen Ehegatten stehen Ehegatten gleich, deren Ehe für nichtig erklärt oder aufgehoben wurde.

Die Erziehungsrente wird aus der Versicherung des Berechtigten geleistet.

Für Ehen, die nach dem Recht das im Beitrittsgebiet gegolten hat, geschieden wurden, besteht ein Anspruch auf eine Erziehungsrente bei Erfüllung der sonstigen Voraussetzungen auch, wenn die Ehe vor dem 1. Juli 1977 geschieden wurde.