Rentenreform Aktuell


Regelaltersrente - was ändert sich zum 1. September 2009?

Nicht nur die älteren Arbeitnehmer sondern auch die jüngeren Menschen, sollten sich mit diesem Thema auseinander setzten. Denn die Rente, geht uns alle an, auch wenn vielleicht noch viel Zeit bleibt. Einige wichtige Änderungen treten ab 1. September in Kraft.
Die Neuerungen, wie die Regelaltersgrenze, werden in der Bevölkerung schon heftig diskutiert.
Der Renteneintritt wird von 65 Jahren auf 67 Jahren erhöht. Aber dies geschieht nicht mit allen Arbeitnehmern. Denn die Erhöhung des Eintrittsalters wird Schrittweise eingeführt.


Dabei spielt das Geburtsjahr und die Anzahl der Arbeitsjahre eine große Rolle.
So hat ein Arbeitnehmer mit dem Geburtsjahr 1957 und 45 Arbeitsjahren, mit 65 Jahren und 11 Monaten Anspruch auf die gesetzliche Rentenzahlung.
Eine Nachfrage wann das Rentenalter erreicht und damit eine Rentenzahlung erfolgt, kann man an seine zuständige Rentenkasse stellen.
Aber im Internet gibt es auch einen Rentenrechner. Hier werden Geburtsjahr, Arbeitsjahre und verschiedene Zusätze eingetragen. Nach den eingegebenen Informationen wird das Eintrittsalter der Rente berechnet.


Es ist aber auch weiterhin möglich schon eher in Rente zu gehen. Dabei hat man aber finanzielle Einbußen. Denn Prozentual wird ein bestimmter Betrag pro Monat abgezogen und das ein Leben lang. Dieses Manko kann man mit einer privaten Altersvorsorge ausgleichen. Aber damit sollte man mit jungen Jahren beginnen, sonst reicht das eingezahlte Geld leider nicht aus.
Diese Regelung wurde notwendig, weil immer weniger Kinder geboren werden und die Menschen immer älter werden.
Der Standard der Renten soll Aufrecht erhalten werden, das ist aber so nicht möglich und deshalb tritt diese Neuerung in Kraft.

Da die Renten zu Einkommen zählen, werden diese auch seit diesem Jahr versteuert. Im dritten Quartal werden deshalb Mitteilungen an die Finanzämter, durch die Rentenkassen gemacht. Rentenzahlungen, die einen Betrag von 7.660 Euro übersteigen werden zukünftig mit Steuern belegt.
Jeder Rentner sollte beim zuständigen Finanzamt nachfragen, ob eine Steuererklärung notwendig werden könnte. Denn es gibt Sachen, die man als Sonderausgaben absetzen kann und das könnte sich schon erheblich im Geldbeutel bemerkbar machen. So sind Rechnungen von Apotheken und die Arztgebühr, aber auch andere Dinge abzugesfähig.


Auch Scheidungen sind ab 1. September 2009 per Gesetz anders zu handhaben. Die Scheidungen werden weiter durch das Familiengericht behandelt und gemeinsame Güter geteilt. Aber anders als bisher, wird der Versorgungsausgleich gehandhabt.
Jetzt wird der Versorgungsausgleich durch das Familiengericht behandelt und sofort mit der Scheidung wirksam.
Das bedeutet: der weniger verdienende Teil erhält sofort und nicht erst bei Renteneintritt einige Rentenpunkte des besser verdienenden Ehepartners.
Wenn man vorhat sich Scheiden zu lassen, sollte man den Zeitpunkt genau überdenken.