Hinzuverdienst


Zur Deckung des Lebensunterhaltes kann der Bezieher eine Teilrente wegen Erwerbsminderung im Rahmen seines Restleistungsvermögens hinzu verdienen. Dabei wird der Teil des Arbeitentgeltes oder Arbeitseinkommens, der einen Freibetrag übersteigt, zur Hälfte angerechnet. Mehrere Entgelte werden dabei zusammengerechnet. Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt bleibt dabei unberücksichtigt.

Der Freibetrag beträgt das 15,5fache des aktuellen Rentenwertes vervielfältigt mit der Summe der Entgeltpunkte der letzten drei Kalenderjahre vor dem Eintritt der Erwerbsminderung. Dabei wird jedoch mindestens das 13fache des aktuellen Rentenwertes als Freibetrag gewährt.Dem Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen steht der Bezug

  1. Vorruhestandsgeld,
  2. Krankengeld, das aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit oder stationären Behandlung geleistet wird, die nach dem Rentenbeginn eingetreten ist oder begonnen hat,
  3. Versorgungskrankengeld, das aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit geleistet wird die nach dem Rentenbeginn eingetreten ist oder das während einer stationären Behandlung zu zahlen ist, wenn diesem ein nach Beginn der Rente erzieltes Entgelt oder Einkommen zugrunde liegt,
  4. Übergangsgeld, soweit ihm ein Entgelt oder Einkommen zugrunde liegt, das nach dem Rentenbeginn erzielt wurde oder aus der gesetzlichen Unfallversicherung gezahlt wird und
  5. sonstiger Sozialleistungen nach Sozialgesetzbuch IV § 18 Absatz 3 Satz 1 Nr. 1

gleich.

Bei der Anrechnung wird dabei das der Sozialleistung zugrundeliegende Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen berücksichtigt.Nicht als Arbeitsentgelt sind das Pflegegeld, das eine Pflegeperson vom Pflegebedürftigen erhält, und das Entgelt, das ein Behinderter für seine Tätigkeit in einer Einrichtung für Behinderte erhält, zu berücksichtigen.