Berufsunfähigkeit und Rente


Als berufsunfähig wird zunächst ein Arbeitnehmer bezeichnet, welcher aufgrund gesundheitlicher Probleme täglich weniger als 6 Stunden Tätigkeiten in seinem Beruf verrichten kann. Die Berufsunfähigkeit ist eine dauerhafte Einschränkung, die durch ein ärztliches Attest bestätigt wird. Auch andere zumutbare Tätigkeiten können von berufsunfähigen Personen nicht länger als 6 Stunden pro Tag verrichtet werden. Tritt der Fall einer Berufsunfähigkeit ein, müssen Alternativen zur Verfügung stehen, die für das tägliche Auskommen Sorge tragen. Zum einen gibt es gesetzliche Regelungen, die nur in ganz bestimmten Fällen greifen, zum anderen ist die private Vorsorge in Form einer Versicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit sehr wichtig.

Was ist wichtiger: Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung?

Insbesondere für jüngere Arbeitnehmer sollte die private Berufsunfähigkeitsversicherung ein ernst zu nehmendes Thema sein. Sie schließt die Lücke zwischen gesetzlich geregelter Vorsorge und dem Erwerbsausfall aufgrund einer etwaigen Berufsunfähigkeit. Es liegt auf der Hand, wie wichtig eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist, da die meisten Arbeitnehmer keine gesetzlichen Ansprüche mehr geltend machen können. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Risikoversicherung und dient somit nicht der Kapitalbildung. Hierzu empfiehlt sich ein Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich.Wer eine Berufsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung in Anspruch nehmen möchte, muss folgende Bedingungen erfüllen: Die betroffene Person muss vor dem 2.1.1961 geboren sein, muss in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Berufsunfähigkeit mindestens 3 Jahre lang Pflichtbeiträge gezahlt haben und eine allgemeine Wartezeit von fünf Jahren muss sichergestellt sein.

Die allgemeine Wartezeit wird berechnet aus Beitragszeiten, Kindererziehungszeiten, Zeiten aus dem Versorgungsausgleich und Ersatzzeiten. Tritt die Berufsunfähigkeit aufgrund eines Arbeitsunfalls oder während dem Wehrdienst bzw. Zivildienst ein, gilt die Wartezeit immer als erfüllt. Es ist dann ausreichend, wenn ein Pflichtbeitrag erfolgte. Wer neben dem Bezug der Berufsunfähigkeitsrente einer Nebentätigkeit nach geht, muss den dadurch erzielten Verdienst auf die Berufsunfähigkeitsrente anrechnen lassen. Jegliche Zahlung auf Basis eines Rentenanspruchs kann nur erfolgen, wenn ein Antrag gestellt wurde. Die Rente aufgrund der Berufsunfähigkeit wird maximal bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres gezahlt. Im Anschluss daran tritt die Regelaltersrente in Kraft.