Begriff der Erwerbsfähigkeit


Der Begriff der Erwerbsfähigkeit ist gesetzlich nicht definiert. Unter Erwerbstätigkeit versteht man in der Literatur, der Rechtsprechung und in der Praxis die Fähigkeit eines Versicherten, sich unter Ausnutzung der Arbeitsgelegenheiten die sich ihm unter Ausnutzung seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten und auf Grund seiner erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten bieten, einen Erwerb zu sichern. Wenn die Erwerbsfähigkeit nicht aus gesundheitlichen Gründen gemindert ist, liegt der Leistungsfall für eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente oder eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit grundsätzlich nicht vor. Voraussetzung ist auch ein Herabsinken der Erwerbsfähigkeit, das heißt, sie muß ursprünglich im vollem Umfang bestanden haben. Das Bestehen einer Erwerbsminderung auf Grund eines bestimmten Leidens zu Beginn des Versicherungsverhältnisses kann daher nicht von einem durch den Versicherten zu bestimmenden Zeitpunkt an Grundlage für einen Leistungsfall für eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit und eine verminderte Erwerbsfähigkeit sein.