Im Hauptberuf


Die Resterwerbsfähigkeit des Versicherten in dem ermittelten Hauptberuf ist unter Beachtung der zeitlichen Einsatzfähigkeit und des damit erzielbaren Arbeitseinkommens zu ermitteln. Grundsätzlich erfolgt die Beurteilung des zeitlichen Arbeitsvermögen in folgenden Stufen:


- Vollschichtig einsatzfähig
Eine Minderung der Erwerbsfähigkeit liegt nicht vor.


- Halb- bis unter vollschichtig einsatzfähig
Die Erwerbsfähigkeit ist gemindert, bei Nichtvorliegen eines Teilzeitarbeitsplatzes kann es zur Rentengewährung wegen verschlossenem Teilzeitarbeitsmarktes kommen.


- Unter halbschichtig einsatzfähig
Die Erwerbsfähigkeit ist erheblich gemindert. Es kann zur Rentengewährung kommen.


- Überhaupt nicht mehr einsatzfähig
Der Versicherte hat kein verwertbares Restleistungsvermögen mehr.


Da die Erwerbsfähigkeit eines Versicherten seinen tatsächlichen oder objektiv erzielbaren Einkünften entspricht, findet die Erwerbsfähigkeit ihren konkreten Ausdruck in seinem Bruttoarbeitsverdienst. Zur Feststellung der Leistungsgrenze ist also weiterhin zu prüfen, ob das Restleistungsvermögen des Versicherten ausreicht, mindestens die Hälfte des tariflichen Durchschnittsverdienstes eines vergleichbaren körperlich und geistig gesunden Versicherten mit gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten zu erzielen.