Nachhaltige Geldanlagen: so investieren Sie sicher

Ob rein private Rentenversicherung, Betriebsrente oder Riester-Rente, eine Altersvorsorge ist nicht nur eine wichtige Absicherung fürs Alter sie kann zudem auch ökologisch und ethisch sein. Über 50 verschiedene Angebote gibt es für diese nachhaltigen Geldanlagen. Während man früher lange suchen musste, eine sichere aber auch ethisch korrekte Vorsorge zu bekommen, ist dies heute bedeutend leichter. Über 50 Pensionskassen und Pensionsfonds berücksichtigen bereits nachhaltige Anlagekriterien.

Im gesamten Vorsorgemarkt liegt der Anteil aber immer noch bei unter einem Prozent. Besonders empfehlenswert sind dabei drei Produktvarianten. Die Betriebsrente, die reine private Rentenversicherung und die Riester-Rente. Dabei werden die Betriebsrente und die Riester-Rente sogar staatlich gefördert. Bei der Riester-Rente besteht schon seit ihrer Einführung eine Berichtspflicht über ökologische, soziale und ethische Aspekte. Diese Berichtspflicht wurde 2005 sogar auf die Betriebsrente erweitert. Hierbei wollte der Gesetzgeber die nachhaltige Geldanlage dem Verbraucher und Anbieter stärker in das Bewusstsein bringen. Die Idee dabei ist, die Absicherung der eigenen Zukunft und die gesellschaftliche Zukunftsfähigkeit zu fördern.

Die grüne Riester-Rente gehört in den Bereich nachhaltige Geldanlagen die besonders für Familien attraktiv ist. Gerade kinderreiche Eheleute erhalten hierbei gute staatliche Zuschüsse. Dass eine nachhaltige Altersvorsorge immer noch die Ausnahme ist, führen Experten auf einen Informationsmangel zurück. Leider informieren Finanzdienstleistungsunternehmen oder Berater bei Versicherungen oder Banken noch zu selten über diese nachhaltige Altersvorsorge. Erstaunlicherweise gilt dies auch für Anbieter die selber nachhaltige Altersvorsorgeprodukte verkaufen. Viele Berater wie auch Kunden hegen ein gewisses Misstrauen. Experten machen dieses Misstrauen beziehungsweise fehlende Information verantwortlich für den geringen Marktanteil der nachhaltigen Geldanlagen.

Viele Verbraucher glauben den Versprechen aus diversen Hochglanzbroschüren nicht, die damit werben dass das Geld nach sozialen und ökologischen Kriterien angelegt wird. Denn es ist tatsächlich kaum nachzuvollziehen, ob der Anbieter das Kapital der Kunden tatsächlich so verantwortungsvoll und durch nachhaltige Produkte anlegt. Leider fehlt bis heute ein Gütesiegel einer unabhängigen Organisation über nachhaltige Geldanlagen - denn die Zukunft ist nicht planbar. Die Germanwatch Nichtregierungsorganisation empfiehlt daher darauf zu achten, dass ein externes Gremium über die Einhaltung dieser Nachhaltigkeitskriterien wacht.