Wartezeit


Wartezeiterfüllung

Voraussetzung für den Bezug einer Rente ist neben der Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen auch die Erfüllung bestimmter versicherungsrechtlicher Bedingungen. Dabei kommt der Erfüllung der Wartezeit die größte Bedeutung bei. Es werden dabei die folgenden Wartezeiten unterschied

  • allgemeine WartezeitDie allgemeine Wartezeit beträgt 60 Kalendermonate. Sie ist Voraussetzung für die Gewährung einer Regelaltersrente, einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und einer Hinterbliebenenrente. Sie gilt als erfüllt, wenn der Versicherte bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder eine Erziehungsrente bezogen hat, bei Hinterbliebenenrenten, wenn der Verstorbene bis zum Tode Rente bezog.
  • Wartezeit von 15 JahrenEine Wartezeiterfüllung von 15 Jahren ist für den Bezug einer Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit und einer Altersrente für Frauen erforderlich.
  • Wartezeit von 20 JahrenDie Wartezeit von 20 Jahren muß für den Bezug einer Rente wegen Erwerbsunfähigkeit oder einer Rente wegen voller Erwerbsminderung für Versicherte, die die allgemeine Wartezeit vor Eintritt der Minderung der Erwerbsfähigkeit nicht erfüllt hatten, erfüllt werden.
  • Wartezeit von 25 JahreDie Erfüllung dieser Wartezeit ist Voraussetzung für den Bezug einer Altersrente für langjährig unter Tage Beschäftigte Bergleute und eine Rente für Bergleute nach Vollendung des 50. Lebensjahres.
  • Wartezeit von 35 JahrenUm eine Rente für langjährig Versicherte oder eine Altersrente wegen Schwerbehinderung oder für Berufs- oder Erwerbsunfähige zu beziehen, muß eine Wartezeit von 35 Jahren zurückgelegt wurden sein.

Anrechenbare Zeiten

Auf die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren und die Wartezeiten von 15 und 20 Jahren werden Kalendermonate mit Beitragszeiten und Ersatzzeiten angerechnet.Die Wartezeit von 25 Jahren wird durch Kalendermonate mit Beiträgen aufgrund von ständigen Arbeiten unter Tage erfüllt werden.Auf die Wartezeit von 35 Jahren werden alle Monate mit rentenrechtlichen Zeiten angerechnet. Berücksichtigungszeiten werden jedoch nur dann angerechnet, wenn während dieser Zeiten eine nicht nur geringfügige selbständige Tätigkeit nicht ausgeübt wurde.

Wartezeiterfüllung durch einen durchgeführten Versorgungsausgleich

Bei einem zugunsten des Versicherten durchgeführten Versorgungsausgleich werden auf die Wartezeit die Monate angerechnet, die sich ergeben, wenn die übertragenen Entgeltpunkte für Zeiten der Arbeiter- und Angestelltenversicherung durch 0,0625 und für knappschaftliche Zeiten durch 0,0468 geteilt werden. Die so ermittelten Monate können jedoch nur berücksichtigt werden, wenn die in die Ehezeit fallenden Kalendermonate nicht bereits auf die Wartezeit anzurechnen sind.