Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute


In dieser sehr ungewissen Zukunft sollte man sich frühzeitig über seine Rentenansprüche informieren. Nicht für jeden Arbeiter, Angestellten oder Beamten gelten dieselben Regeln und ein Rentenanspruch ist auch nicht bei jedem zur gleichen Zeit möglich. Gerade langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute müssen einige wichtige Dinge beachten. So haben diese Versicherten erst einen Rentenanspruch auf ihre Altersrente, wenn sie ihr 60. Lebensjahr vollendet haben und mindestens 25 Jahre eine Beschäftigung unter Tage ausgeübt haben.

Den Zeitraum der Arbeitszeit nennt man dabei die Wartezeit. Auf diese Wartezeit wird neben der Beschäftigung an sich, ebenfalls die Zeit erfasst, in der der Versicherte etwaiges Anpassungsgeld erhalten hat. Diese Zeit wird jedoch nur angerechnet, sofern die letzte Beschäftigung vor dem Anpassungsgeld, eine Beschäftigung unter Tage war. Unter dem Anpassungsgeld versteht man eine Leistung des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Das Bundesamt zahlt dieses Anpassungsgeld für ältere Arbeitnehmer im Steinkohlebergbau, die aufgrund einer Schließung oder Verkleinerung des Betriebs entlassen wurden. Wurde diese Entlassung durch die BAFA genehmigt, erhält der Arbeitnehmer das Anpassungsgeld.

Einen Anspruch auf Altersrente hat der Versicherte allerdings nur, wenn er die Grenze zum Nebenverdienst nicht überschreitet. Eine weitere Besonderheit, die Versicherte beachten sollten, ist die Anhebung der Altersgrenze für alle Versicherten, die nach dem 31. Dezember 1951 geboren sind. Hier wird die Altersgrenze schrittweise bis auf das 62. Lebensjahr angehoben. Für alle Versicherten mit Jahrgang 1952 gilt dann folgendes: Wer in den Monaten Januar bis Mai geboren wurde, kann mit einer Verlängerung um den jeweiligen Monat rechnen. Somit beginnt der Rentenanspruch für im April Geborene rund 4 Monate nach Vollendung des 60. Lebensjahres. Für Juni bis Dezember Geborene gilt jeweils eine Verlängerung um 6 Monate. Ab dem Jahrgang 1953 verlängert sich die Altersgrenze ab 7 durchgehend. So hat ein Versicherter mit Jahrgang 1960 rund 14 Monate länger auf seinen Rentenanspruch zu warten, als ein Versicherter mit Jahrgang 1951.